Wozu Instagram eigentlich gedacht ist. Und warum ich nie ein guter Instagramer werde.

Instagramer, gibt es das überhaupt?

Da existiert sicher ein viel cooleres Wort, das hört sich nämlich ziemlich schrecklich an. Nunja.

Soweit ich das jetzt mitbekommen habe lebt Instagram hauptsächlich von Bildern mit Essen oder nackter Haut. Hin und wieder auch ein wenig Architektur und Städte und ein wenig Urlaubskram. Oder Fitnesskram.

Zumindest sind die Menschen mit diesen Inhalten auf ihren Accounts ziemlich beliebt. Oder irgendwelche „Berühmtheiten“, denen wird sowieso gefolgt, egal was sie posten.

Kommen wir auch schon zu meinem Problem, bzw. warum ich da nie werde „mitspielen“ können. (Was ich auch nicht wirklich wollen würde.)

Ich bin einfach viel zu faul.

Wenn ich Hunger habe und mir was zu essen besorge oder mache, dann bin ich viel zu ungeduldig, weil hungrig, das alles noch schön zu drapieren, für ein schickes Foto, dann noch Filter drüber, bisschen am Kontrast drehen – und wenn ich fertig bin ist das Essen wahrscheinlich auch schon kalt. Toll!

Dazu kommen dann noch diese ganzen Hashtags, die man sich ausdenken muss, damit das Foto auch irgendwie gesehen wird. Und „Likes“ bekommt.

Hin und wieder schaffe/mache ich das auch mal – aber so permanent, viel zu anstrengend.

Hashtag foodporn undso. Wenn ich da Fotos sehe, von einem ganzen Tisch, gedeckt mit allen möglichen Obstsorten, kleingeschnitten und irgendwie cool gestapelt oder sogar so angeordnet, dass das menschliche Auge daraus ein Bild erstellt. Wahnsinn.

Hier, sowas meine ich zum Beispiel:
url
(Bild von hier)

Dafür wäre ich wirklich viel viel zu faul. Und ungeduldig, weil Hunger! Ungeduld ist auch so eine meiner größten Stärken, glaube ich, hrhr.

Jetzt denken sich vielleicht einige „Jaa, aber das Auge isst mit! So kann man viel mehr genießen, ladida!“ – das mag ja sein – und ich würde mein Essen auch lieber ausschließlich so schön angerichtet einnehmen, ABER .. ja ok – das mit dem faul sein hatte ich erklärt.
Und auch wenn das vielleicht nur „ein paar Minuten“ dauern würde. Nein, kein Argument.

Vielleicht ändert sich das ja mal und irgendwann bin ich auch so jemand der Lust hat, sein Essen immer schön angerichtet und appetitlich dekoriert zu essen, wer weiß. Bisher gibt es sowas eher nur im Restaurant.

Aber weiter im Text. Mein Motiv, Instagram zu nutzen ist nämlich nicht, möglichst viele „Follower“ zu haben oder irgendwas in die Richtung.

Und da sind wir auch schon bei „wozu Instagram eigentlich gedacht ist.“

Eigentlich, das sollte man wohl niemandem erzählen, aber ich bin mir sicher es geht nicht nur mir so, also eigentlich ist Instragam für mich eine digitale Foto-Müllhalde. Oder freundlicher ausgedrückt: Ein Smartphone-Speicher Rettungstool.

Kennt ihr das? Ihr fotografiert ständig irgendwelche Dinge, müllt euch den gesamten Speicher eures Telefons mit „Zeug“ zu und wisst nicht „wohin damit“?

Mehrere Gigabyte an Daten, die sich da im Laufe der Zeit ansammeln.

Zu unwichtig zum speichern auf irgendwelchen Backup-Medien aber irgendwie auch nicht unwichtig genug um es einfach zu löschen. So ganz verstehe ich das selbst nicht, weil man sich die Bilder sicher nie wieder anschauen wird, löschen mag man sie trotzdem meist nicht.

Oder vielleicht bin ich ein Smartphone-Foto-Messie.
Ich KANN einfach nichts davon löschen! Hab euch so lieb, meine kleinen Fotos, ohne euch bin ich nicht vollständig. Wah.

Und hier kommt Instagram ins Spiel: Bilder hochladen, vom Telefon löschen, fertig.

Wie toll!

Endlich hat man wieder freien Speicherplatz, musste sich aber doch nicht so richtig von den Bildern trennen. Wuhi! (Themen wie „wo sind meine Daten“ „abtreten der Rechte am Bild“ und „digitaler Fußabdruck“ lassen wir ganz informationstechnisch betrachtet jetzt einfach mal außer Acht. Der Artikel ist auch so schon verdammt lang geworden.)

Instragram ist also für mich: Meine neue Foto-Cloud.
Zumindest für die „unwichtigen“ Dinge.
(Für arme. Und faule.)

Wozu Instagram eigentlich gedacht ist. Und warum ich nie ein guter Instagramer werde.

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