Erkenntnisse des Alltags: Isolation ist gut.

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„Willst du dich weiterentwickeln, solltest du dann und wann die Isolation anstreben.“

Dieses Zitat brachte mich gerade nochmal zu meinen Gedanken, die ich hin und wieder mal denke, aber noch nie in Worte zu fassen versucht habe.

Ich war noch nie ein besonders geselliger Mensch, ich bin oft „gerne alleine“ und ich würde mich auch eher als introvertiert bezeichnen.

Am letzten Wochenende machte ich mich auf den Weg, bewaffnet mit Kamera und toller Begleitung, ein paar Bilder von einem hiesigen, naja nennen wir es „Volksfest“, zu machen. Eigentlich nur vom dort stattfindenden Feuerwerk.

Und als mir so einige betrunkene Menschen entgegenliefen – und ich das ganze Geschehen aus der Ferne, von ganz weit weg beobachtete – die brummende Musik, die grölenden Menschen, der fließende Alkohol – da wurde mir irgendwie bewusst: Das ist so gar nicht meine Welt.

Irgendwie „wusste“ ich das schon immer, aber habe es mir selbst nie so „eingestanden“.

Das war tatsächlich schon immer so – ich konnte auch nie verstehen, was Menschen an „Discos“ finden. Oder auch sonstige „Events“, Feiern, whatever. Meist nervt mich so eine Ansammlung von vielen Personen nur. (Hin und wieder habe ich an sowas auch Spaß, aber meistens – nervig.) Oder diese „sich jedes Wochenende betrinken bis zum Umfallen“-Einstellung. Seltsam.

Ja, ich kann sogar, mittlerweile irgendwie „mit Stolz“ behaupten, dass ich noch nie in diesem „Musikpark“, hier bei mir in der Nähe war. Wenn ich mir nur ansehe, welchen Menschen der Laden „auf Facebook“ gefällt/wer da so hingeht, dann sehe ich – das sind Menschen, mit denen ich nicht wirklich Interessen teile/n möchte.

In dieser Disco waren glaube ich schon 98% der Personen die ich kenne.

Erstaunlich.

Was jetzt nicht heißt, dass ich nie Alkohol trinke/getrunken habe. Oder nie „feiern war“, was immer „feiern gehen“ eben so für den durchschnittlichen Normalo bedeutet. Hier und da, wenn auch eher selten, habe ich auch mal Lust auf ein Konzert/ein Festival, sowas.

Dazu muss ich noch sagen, „früher“, also vor einigen Jahren, oder auch „in meiner Jugend“, da habe ich das alles nicht so gesehen, bzw. da habe ich eben „mitgemacht“, weil das „macht ja jeder“ – oder fast jeder.

Interessant, wie ich mich da habe beeinflussen lassen. Wobei das glaube ich auch relativ üblich ist, weil man sich ja irgendwie erstmal „selbst finden/einordnen“ muss.

Mittlerweile, also genau gesagt heute, bin ich irgendwie sogar stolz darauf, eben NICHT so zu sein. Umso schöner finde ich es, wenn ich Menschen kennenlerne die meine Meinung/Ansicht dazu in gewisser Weise teilen. Das passiert allerdings nur sehr sehr selten.

Ich möchte mich auch gar nicht von „diesen Menschen“ abheben oder distanzieren; Leben und leben lassen. Wer Spaß an etwas hat, der sollte das tun.

Wer weiß, vielleicht werde ich ja in ein paar Jahren zum absoluten Partytier, lese diesen Artikel nochmal und denke mir „War ich wirklich diese Person, damals?“.

(Was gibt es sinnloseres als Alkohol?)

Ich habe einfach überhaupt keinen Bezug mehr dazu und auch kein Verlangen oder irgendwas in die Richtung. Und da ich noch nie ein Fan von Partys, Feiern, was auch immer war, stehe ich jetzt einfach dazu. Und das fühlt sich irgendwie ziemlich gut an.

Ich bin stolz, ein kleiner isolierter Nerd mit nur einer Hand voll Freunden zu sein. Das Passt!

Erkenntnisse des Alltags: Isolation ist gut.

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