Ein Plan für die Zukunft? – Lebensziele.txt

Zukunft

Sollte man einen Plan haben, oder besser alles „auf sich zukommen lassen“?
Diese Frage stelle ich mir hin und wieder – und ich habe noch keine befriedigende Antwort darauf gefunden.

Einerseits ist es toll, eine Vorstellung davon zu haben, wo man „in 5 Jahren“ oder „in 10 Jahren“ sein möchte – andererseits kann das auch einen seltsamen Druck aufbauen, der eigentlich total unnötig, da selbstverursacht ist.

Aber wie sollte man jetzt vorgehen? Wahrscheinlich eine sehr individuelle Sache, abhängig vom Typ Mensch und so.

In 5 Jahren.. was möchte ich?

Die obligatorischen Gedanken wie „eine Eigentumswohnung? Ein tolles Auto?“ – auf der anderen Seite aber doch nur materieller Kram. Geht es mir besser mit einem „schnelleren Auto“? Ich denke nicht. Wohnung wäre vielleicht etwas anderes. Zumindest ist die Vorstellung in meinem Hirn folgende:

Eine „neue“, leere Wohnung kaufen und alles supertoll einrichten und alle tollen Dinge reinpacken die man so „schon immer mal haben wollte“. Also einen Massagesessel, eine Fußbodenheizung, eine riesige Regendusche, eine riesige Badewanne (besser noch ein Whirlpool) ein Staubsaugerroboter, eine elektronische Haussteuerung, einen „amerikanischen“ Kühlschrank (diese riesigen Dinger mit Eiswürfel-Funktion!), eine tolle Küche (in der Hoffnung die dann häufiger mal zu verwenden), einen Kamin (mit Bärenfell davor, natürlich), eine fette Ledercouch, eine „krasse“ Soundanlage, eine Sauna, eine Dachterrasse, eine Hängematte, ja – all so ein Kram. Das klingt schon „nett“.

Aber ist nett = nötig? Und ginge es mir „mit all diesen Dingen“ irgendwie besser?
In meiner Vorstellung ja, aber wäre es tatsächlich so? Schwierig.

Denken wir dann mal in eine andere Richtung – auch beruflich möchte man nicht auf der Stelle treten – Weiterbildung? Studium? Jobwechsel? Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Und ich finde es schon sehr schwierig, das passende auszuwählen. Meist sind es nur Gedanken „es wäre toll, wenn..“ die dann am Ende einfach im „Nichts“ enden. Und Gedanken bleiben.
Aber hier muss man auch zwischen „Gedanken“ und wirklichen „Wünschen“ oder Bedürfnissen unterscheiden, hm.

Noch so ein Thema wäre bei mir „Reisen“. Ich nehme mir immer vor, „unbedingt demnächst mal“ mehr zu reisen, bis jetzt war das nur ein Vorhaben. Sollte ich „mal angehen“, aber irgendwie habe ich dann doch wieder irgendwelche anderen Dinge, zum Beispiel beruflich, die es jetzt gerade nicht möglich machen. Und dann auch wieder: wohin, wie lange, wann.. so viele Möglichkeiten, so viele Ideen.

Vor einiger Zeit habe ich mir mal eine Liste erstellt: Lebensziele.txt

Da schreibe ich Dinge rein, die mich „auf längere Sicht“ hinsichtlich der hier beschriebenen Themen beschäftigen. Für mich ist etwas, das mich immer wieder beschäftigt, bzw. über das ich immer mal wieder nachdenke eine Art „Ziel“, da es ja irgendwas bedeuten muss, dass ich immer wieder Gedanken darauf verwende.

In dieser Liste (die Reihenfolge spielt keine Rolle) stehen momentan Dinge wie:

– Motorradführerschein machen
– Tauchkurs
– Klavier (wieder) lernen
– irgendeinen Kampfsport lernen (was mit Schwertern!)
– einen Marathon laufen
– einen Ironman machen
– Spanisch lernen
– Französisch lernen
– einen Hund haben
– eine Eigentumswohnung kaufen?
x ein Rennrad kaufen
x wieder „mehr“ Fotografieren

Also Dinge, die ich irgendwann/irgendwie machen/besitzen möchte. (Ich versuche auch, Dinge die ich „erledigt“ habe da einzutragen bzw. eben mit einem x zu markieren, mal sehen ob ich das so beibehalte. Schließlich ist etwas was man „erreicht hat“ dann ja fast schon wieder aus dem Fokus raus.)
Die Liste möchte ich relativ strikt führen, also nur Sachen notieren, die eben zu dieser „möchte ich wirklich„-Kategorie gehören. (Wo ich das so lese: Ich könnte auch eine eigene Liste für „Sportliche Ziele“ machen – da gehören auch noch Dinge wie „Klimmzüge“, „eigenes Körpergewicht beim Kreuzheben“ und so rein, argh!)

Darunter habe ich auch noch „Reiseziele“ notiert, momentan noch ganz übersichtlich:

– Florenz
– Damaskus
– Brügge
– Australien
– Oslo
– Finnland
– Tokio
– Afrika

Wobei sich das sicher auch noch erweitern wird, wenn ich mir da weitere Gedanken zu mache.

Hachja, Listen.
Bei mir eine Hassliebe.

Einerseits gut, um alles schön zu „sortieren“ und zu ordnen, andererseits blöd, wenn daraus dieser „zu erledigen-Druck“ entsteht.

Gedanken über Gedanken.
Wortkotze. :)

Ein Plan für die Zukunft? – Lebensziele.txt

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