Über die Veränderung von Werten.

Eine Zeit lang, da waren mit völlig andere Dinge wichtig als heute. Ich wollte zum Beispiel unbedingt ein schnelles, schönes Auto besitzen. Unbedingt!

Gut, ich fuhr eine Zeit lang auch ziemlich viel. Vielleicht auch ein wenig der Grund.

Heute ist mir fast egal was für ein Auto ich besitze. Hauptsache es fährt. (Für einen Audi R8 würde ich nichtsdestotrotz sofort und ohne zu zögern meine Seele verkaufen.) Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich im Alltag kaum noch ein Auto benötige. Ich finde es momentan sogar ganz praktisch hin und wieder zu Fuß einkaufen zu gehen, weil  man sich einfach ein wenig bewegt, dazu noch keine Spritkosten hat und ein bisschen draußen ist.

So ist es auch mit dem Thema Reisen. Ich „wollte“ immer gerne weit weg und zu tollen Orten reisen. Aktuell möchte ich lieber die Gegend in meiner Umgebung erkunden, die selbst doch so viel zu bieten hat.

Oft sind es wohl die einfachen Dinge, die man eigentlich auch noch direkt vor der Nase hat. Man muss sie nur sehen.

Ich war auch schon an einigen interessanten Orten, New York, Dubai, immer mal wieder verreist. Eigentlich nie aus eigenem Antrieb. Ich bin eher mitgereist.

Das Bedürfnis nach Reisen zu solchen Orten verspüre ich momentan überhaupt nicht. Habe ich auch damals eigentlich nie. Ich glaube ähnliche Gedanken hatte ich vor einem Jahr bereits, als ich darüber schrieb das ich es nicht verstehe, warum die Menschen gerade jetzt alle in den Urlaub fahren, wo der Sommer doch endlich bei uns angekommen war.

So eine richtige Reiselust wird mich vielleicht auch wieder packen, wenn ich von hier genug habe. Das kann innerhalb von kurzer Zeit passieren, da bin ich mir fast sicher.

Wobei es dann glaube ich eher Tagesziele sind, als „ganz weit weg“.

Aber momentan, ist alles ziemlich gut, so wie es ist.

Ein anderes Thema ist die Wohnung. Ich wollte unbedingt in einen Neubau ziehen, unbedingt eine luxuriöse, schicke „Bude“, haben. Mit Fußbodenheizung und allem Schnickschnack. Aber wozu eigentlich?

Eigentlich geht es mir in meiner aktuellen Wohnung auch sehr gut. Ich beschwere mich zwar hin und wieder, weil es laut ist, also Autos undso. Aber im Prinzip helfen dagegen einfach Ohrstöpsel. Oder Musik. Wenn es nervt.

So bin ich mittlerweile auch sehr von dem Wunsch, eine Wohnung sogar zu kaufen, abgekommen.

Allein der Gedanke, dass man sie irgendwann vermieten möchte, welcher Aufwand damit verbunden ist. Und dann erwischt man vielleicht nicht gerade die besten Mieter. Klingt dann plötzlich überhaupt nicht mehr attraktiv. Zumal ich mich nicht so arg an einen Ort binden möchte, glaube ich.

Ich komme in vielen Bereichen immer weiter weg von diesem „Dinge besitzen wollen“, denn wozu auch? Nützliche Dinge, die einen wirklich bereichern sind da natürlich ausgenommen. So kaufte ich mir beispielsweise vor ein paar Tagen erst einen elektrischen Milchaufschäumer für nicht gerade wenig Geld, einfach weil ich so ein Gerät „vorgeführt bekam“ und so begeistert davon war, und vor allem vom Endprodukt, dass ich das selbst auch haben wollte.

Ja, interessant, wie man sich so verändert – wie die eigenen Werte sich verschieben und besonders interessant, wenn man den Prozess bemerkt, und mit einer gewissen Distanz beobachtet.

Ich bin gespannt, auf was ich in ein paar Jahren wert lege.

 

Über die Veränderung von Werten.

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